British Heritage, Wachsjacken und Kleidung für jedes Wetter

Barbour hat es zu uns ins Waterkant Sortiment geschafft. Wir freuen uns sehr über den ZuWachs (kleines Wortspiel) und geben Dir hier einen kleinen Überblick über die Geschichte der Marke, was Barbour in unseren Augen besonders macht und natürlich, welche Teile Du ab sofort bei uns findest.

Die Geschichte von Barbour beginnt 1894 in South Shields im Nordosten Englands. John Barbour eröffnete dort ein Geschäft und verkaufte zunächst vor allem funktionale und strapazierfähige Ölbekleidung, die Seeleute und Hafenarbeiter vor dem rauen Wetter der Nordsee schützen sollte. Aus dieser eher pragmatischen Idee entwickelte sich über die Jahre eine Marke, die heute wahrscheinlich wie kaum eine andere für britische Outdoor- und Countrywear steht. Barbour ist bis heute ein Familienunternehmen und wird mittlerweile in fünfter Generation geführt. Im Mittelpunkt der Marke steht dabei die Wachsjacke. Und wenn man an Barbour denkt, ist das wahrscheinlich auch das erste Kleidungsstück, das einem in den Kopf kommt. Gewachste Baumwolle ist robust, wetterfest und entwickelt mit der Zeit eine ganz eigene Optik. Kleine Falten, Gebrauchsspuren und Veränderungen im Material gehören dazu und machen die Jacke eher besser als schlechter. Das ist vielleicht einer der Gründe, warum Barbour Wachsjacken so lange funktionieren. Sie sind nicht dafür gemacht, möglichst lange neu auszusehen, sondern dafür, getragen zu werden. Auch die Pflege gehört bei Barbour gewissermaßen zum Konzept. Eine Wachsjacke kann nachgewachst und repariert werden und muss deshalb nicht irgendwann einfach ersetzt werden. Mit „Wax for Life“ fasst Barbour die eigenen Services rund um Nachwachsen, Reparatur und die Aufbereitung getragener Jacken zusammen. Das Nachwachsen von Barbour-Jacken hat dabei eine ziemlich lange Tradition und wurde bereits 1921 in einem Katalog des Unternehmens erwähnt.

Bei uns liegt der Fokus entsprechend vor allem auf den Wachsjacken. Mit der Beaufort haben wir dabei einen echten Klassiker im Sortiment. Das Modell wurde 1983 von Dame Margaret Barbour entworfen und ursprünglich für das Leben auf dem Land und die Jagd entwickelt. Heute funktioniert die Jacke mindestens genauso gut in der Stadt. Besonders auffällig ist die große Tasche auf der Rückseite, die ursprünglich für Ausrüstung gedacht war und heute wahrscheinlich eher für Zeitung, Fahrradschloss oder sonstigen Kleinkram genutzt wird. Dazu kommen der typische Cordkragen, zwei große Blasebalgtaschen, Handwärmertaschen und der Zwei-Wege-Reißverschluss. 

Die Beaufort ist dabei eher großzügig geschnitten und etwas länger als viele andere Wachsjacken. Genau das gefällt uns ziemlich gut. Man kann problemlos noch einen Pullover oder ein Sakko darunter tragen und die Jacke wirkt trotzdem nicht besonders schwer. Bei uns kommt sie in Navy und Rustic. Zwei Farben, die ziemlich genau das treffen, was wir mit Barbour verbinden: klassisch, unaufgeregt und mit der Zeit wahrscheinlich immer besser.

Mit der Icons Transport kommt noch eine etwas modernere Variante dazu. Die Jacke nimmt Anleihen bei verschiedenen Barbour-Klassikern aus den 1980er Jahren, wurde aber in eine kürzere und etwas beweglichere Silhouette übersetzt. Im Vergleich zur Beaufort wirkt sie dadurch kompakter und vielleicht ein kleines bisschen mehr nach Stadt. Trotzdem bleibt ziemlich schnell klar, woher sie kommt: gewachste Baumwolle, funktionale Details und die typische Barbour-Ästhetik. Unsere Transport kommt in Brown.

Bei den Damen kommt mit der Arlene noch eine Wachsjacke dazu, die einen etwas anderen Zugang zum klassischen Barbour-Look bietet. Der Schnitt ist insgesamt etwas femininer und körpernäher, ohne dabei die typischen Eigenschaften einer Barbour-Jacke aufzugeben. Auch hier geht es um gewachste Baumwolle, Wettertauglichkeit und die Kombination aus eher funktionalen Materialien und den Details, die man mit Barbour verbindet. Gerade im Vergleich zur großzügig geschnittenen Beaufort zeigt die Arlene ganz gut, wie unterschiedlich eine Wachsjacke funktionieren kann, ohne dass sie ihre Herkunft verleugnet. Wir haben die Arlene in zwei Varianten bei uns. In Fern/Ancient Tartan trifft das gedeckte Grün der gewachsten Baumwolle auf das klassische Ancient Tartan und wirkt dadurch ziemlich nah an der ursprünglichen Barbour-Welt. Das Grün funktioniert gut mit Denim, Cord oder dunklen Wollhosen und ist dabei eine schöne Alternative zu Navy oder Schwarz. Die Tartan-Details setzen einen kleinen Kontrast, ohne dass die Jacke dadurch auffällig wird.

Die zweite Variante kommt als Arlene Check in Classic Tartan und setzt das Karomuster etwas stärker in Szene. Das Classic Tartan gehört zu den Mustern, die man bei Barbour immer wieder findet und die mittlerweile genauso zur Marke gehören wie die gewachste Baumwolle selbst. Gerade hier gefällt uns die Kombination aus dem eher technischen Charakter des gewachsten Materials und dem traditionellen Muster. Die Jacke wirkt dadurch gleichzeitig robust und etwas angezogener.

Auch wenn die Arlene etwas anders geschnitten ist, bleibt die Grundidee dieselbe: eine Jacke, die nicht nur für einen bestimmten Anlass gedacht ist und die mit dem Tragen eher interessanter wird. Genau das macht sie für uns zu einer guten Ergänzung neben Beaufort und Transport. Drei unterschiedliche Silhouetten, aber alle mit ziemlich klarer Barbour-DNA.

Eine längere Version der Arlene ist die Kirklees, die mit ihrem Storm Flap, Raglanärmeln, Innenfutter mit Stehkragen und Tartan-Check eine tolle Ergänzung für den Herbst ist.

Apropos Tartan: Davon haben wir neben den Jacken auch einiges dabei. Das Kirklees Shirt kommt in Shadow, sowie das Check Kirklees Fleece. Beide funktionieren ziemlich unkompliziert unter einer Wachsjacke und bringen ein bisschen von dieser klassischen britischen Countrywear in die Garderobe, ohne dass man direkt aussehen muss, als würde man am Wochenende auf die Fuchsjagd gehen.

Dazu kommen ein paar Accessoires, die sich ziemlich selbstverständlich in das Ganze einfügen. Der Braden Scarf in Shadow ist ein klassischer Wollschal mit Barbour-Tartan und passt natürlich ziemlich gut zur Wachsjacke. Ergänzt wird er durch die W/Cashme Schals in Classic und Winter. Die Woll-Cashmere-Mischungen sind etwas weicher und machen auch unabhängig von Barbour eine ziemlich gute Figur. Dazu gibt es mit den Fur Trim Mitt in Olive noch ein Paar Handschuhe, die farblich ebenfalls sehr gut in die Barbour-Welt passen.

Was wir an Barbour insgesamt interessant finden, ist, dass die Marke ihre Geschichte nicht unbedingt verstecken muss. Viele der Dinge, die heute typisch für Barbour sind, haben einen ziemlich konkreten Ursprung. Die Wachsjacken wurden für schlechtes Wetter und das Leben auf dem Land entwickelt, die großen Taschen haben tatsächlich einen Zweck und auch der Cordkragen ist nicht einfach nur da, weil er gut aussieht. Gleichzeitig sind die Jacken längst nicht mehr auf diesen ursprünglichen Einsatzbereich beschränkt. Eine Beaufort funktioniert auf dem Land, aber genauso gut auf dem Fahrrad durch Hamburg. Die Transport passt in die Stadt, ohne dass sie dabei versucht, besonders urban auszusehen. Und auch die Arlene oder Kirklees funktionieren eher als ganz normale Alltagsjacken, obwohl sie ihre Herkunft ziemlich deutlich zeigen. Genau diese Mischung aus Funktion, Geschichte und Alltagstauglichkeit macht Barbour für uns interessant.

Dabei hilft natürlich auch, dass die Sachen nicht nach einer Saison wieder verschwinden müssen. Eine Wachsjacke kann nachgewachst werden, bekommt mit der Zeit ihre eigene Patina und darf ruhig ein bisschen gebraucht aussehen. Das passt ziemlich gut zu unserer Vorstellung von Kleidung. Nicht unbedingt möglichst viel davon zu haben, sondern ein paar gute Sachen, die man immer wieder anzieht und die mit der Zeit eher persönlicher als austauschbarer werden. Barbour ist für uns deshalb weniger einfach eine weitere Heritage-Marke, sondern vor allem ein ziemlich gutes Beispiel dafür, wie langlebige und funktionale Kleidung aussehen kann, ohne dabei auf Stil verzichten zu müssen. Gewachste Baumwolle, Tartan, Cord und robuste Materialien sind seit Jahrzehnten Teil der Marke und funktionieren heute immer noch ziemlich gut.

Wir freuen uns jedenfalls sehr, Barbour ab sofort bei uns im Store und online zu haben. Wenn Du also schon länger über eine Wachsjacke nachdenkst, ist jetzt wahrscheinlich ein ganz guter Zeitpunkt. Und falls Du schon eine Barbour besitzt, weißt Du vermutlich sowieso, wovon wir sprechen.

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Niklas Hormanns